
Ein besonderer Blick in die Rhön
1. Juli 2026Passend zur Jahreszeit führte der jüngste Spaziergang des Projekts „Natur unvergesslich“ auf den Kartoffelacker der Familie Rahm in Schönau.
Nach einem kurzen Spaziergang erreichte die Gruppe den Acker am Markberg. Bei herrlichem Sonnenschein bot sich den Teilnehmenden ein wunderbarer Ausblick über das Brendtal und die Rhön. Auch Kreuzberg und Himmeldunkberg waren gut zu sehen.
Doch nicht nur die Aussicht stand an diesem Tag im Mittelpunkt: Wer Lust hatte, unterstützte Herrn Rahm und seine Tochter bei der Kartoffelernte. Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ war eine Reihe Kartoffeln schnell aufgelesen und anschließend sortiert.
Außerdem gab es währenddessen Interessantes über die Geschichte der Kartoffel zu erfahren. Ursprünglich stammt sie aus Südamerika und fand erst im Laufe des 16. Jahrhunderts ihren Weg nach Europa. Hier wurde sie zunächst vor allem wegen ihrer schönen Blüten als Zierpflanze in herrschaftlichen Gärten angebaut.
Erst Friedrich II. von Preußen versuchte ab 1746 mit seinen sog. Kartoffelerlassen, den Anbau der Kartoffel bei den Bauern voranzutreiben. Anfangs stieß die Knolle allerdings auf wenig Begeisterung. Unter anderem wussten die Menschen nicht, welcher Teil der Pflanze essbar war und wie die Kartoffel zubereitet werden konnte.
Dass die Teilnehmenden des Spaziergangs darüber bestens Bescheid wussten, zeigte sich schnell. Gemeinsam wurden zahlreiche bekannte Kartoffelgerichte zusammengetragen und Erinnerungen rund um die beliebte Knolle ausgetauscht.
Zum Abschluss gab es im Gemeindehaus eine zünftige Kartoffelsuppe. Bei der gemeinsamen Stärkung klang der abwechslungsreicher Vormittag in geselliger Runde aus.
