
Wenn der Baum fällt – spannende Einblicke in die Waldarbeit
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4. März 2026Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich die Teilnehmenden des Projekts Natur unvergesslich in Sandberg auf eine besondere Entdeckungsreise: Ziel war es, die traditionsreiche Schnitzkunst des Ortes kennenzulernen.
Den Auftakt bildete ein Besuch im Schnitzpavillon, wo Herr Pius Bühner die Gruppe willkommen hieß. Anschaulich und mit viel Fachwissen vermittelte er Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der Sandberger Schnitzindustrie vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Umgeben von historischen Exponaten – vom berühmten weißen Pferd bis hin zu kunstvoll gefertigten Rhönsouvenirs für Badegäste in Bad Kissingen und amerikanische Soldaten – wurde die Geschichte lebendig. Die Schnitzkunst aus der Rhön fand einst weltweit Anerkennung, selbst Kaiserin Sisi von Österreich besaß ein solches weißes Pferd.
Im Anschluss führte der Spaziergang zur Probierstube der Familie Schwab. Dort demonstrierte Herr Bühner die traditionelle Herstellung eines Rechens. Die Teilnehmenden verfolgten aufmerksam die einzelnen Arbeitsschritte und erfuhren, warum ein Rechen vor allem leicht und gut ausbalanciert sein musste – eine wichtige Voraussetzung, um die körperlich anstrengende Heuernte über viele Stunden hinweg zu bewältigen.
Nach den zahlreichen Eindrücken klang der Vormittag bei einer gemeinsamen Brotzeit aus. In geselliger Runde wurde weiter über das Schnitzen und die Rechenherstellung in der Rhön diskutiert – ein gelungener Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
